Rennbricht: 3. Hessen-Cup Lauf beim MSC Ober Mörlen e.V. von F. Mankel

 

Autor: Frank Mankel | Webseite: Buggy-Sport.eu
Jetzt geht meinen regelmäßigen Lesern bestimmt durch den Kopf "Warum Hessen-Cup?". Das ist relativ einfach erklärt. In all meinen Xray-Jahren vor dem Markenwechsel, wollte ich immer nach Ober-Mörlen, soo eine geile Strecke sein und man trifft mal die anderen Xray-Fahrer zum Erfahrungsaustausch. Irgendwie hat das aber nie geklappt. Nun, nachdem ich wieder bei Xray gelandet bin, wurde ich durch einen FB Post vom Carsten K. auf das Rennen aufmerksam und so entschied ich das wird jetzt gemacht ) Samstag morgen früh aufstehen und ab auf die Autobahn. Kurz nach 9:00 Uhr traf ich an der Strecke ein, bedingt durch Regen musste der 1. Trainingslauf gestrichen werden. Also genug Zeit zum Aufbauen und Quatschen :)

Ein weiterer Grund nach Hessen zu fahren war es, mal das Hessen-Cup Reglement kennen zu lernen. Im Gegensatz zu uns in NRW gibt es in der Hobbyklasse einen Einheitsreifen, die Topklasse ist frei. Eine weiterer Punkt der anders ist, man steht auf dem Fahrerstand immer auf seiner Startplatz-Nr. (das wird noch wichtig). Die Reifen bekommt man zu einem guten Kurs (25€), man darf zwei Sätze pro Rennen kaufen.

Ansonsten läuft alles ein wenig lockerer als bei uns, zu mindestens wenn Menni den Rennleiter macht :) Es kann aber dann auch schon mal passieren das ein Streckenposten das Auto über den halben Platz bis zur Box trägt, oder das sich drei Streckenposten um ein Auto balgen.

Ein wenig unorganisiert. Man sollte also besser nicht auf dem Dach liegen.

Die Strecke, das Gelände und die Technik waren absolut Top! Ein Monitor in der Boxengasse, einer in der Nähe der Warmlauftische, einer auf dem Fahrerstand (Rennleiter) und einer im Catering sind absolut Top. Man war zu jedem Zeitpunkt im Bilde was gerade los war. Sehr schöne Arbeit vom MSC Ober-Mörlen. Alle Vereinsmitglieder zeigten richtig guten Einsatz, ich denke da könnte man gut Mitglied werden :)

Gestartet wurde nun mit dem 2. Trainingslauf, beim Anmachen meines Motors dann ein Schock. Gas/Brems-Servo tot. Katja hatte dann die sehr gute Idee mir ihren Buggy zu leihen, so das ich wenigstens die Strecke testen konnte. Danke dafür! (wird nicht das letzte mal sein, das ich Danke sagen muss). Also machte ich mich auf, die Strecke zu erfahren.

Einige Streckenabschnitte waren relativ einfach, andere richtig anspruchsvoll. Der neu gebaute große Sprung hat es richtig in sich.

Wir durften diesen Sprung nicht voll springen (die Rennleitung hatte das so entschieden, nachdem es wohl vor einer Woche da ein Problem gegeben hatte), wir mussten in der Senke einmal landen und dann weiter fahren. Erschwerend hinzu kam ein Eisengitter, oben im Bild vor dem großen Sprung zu sehen. Auch dieses Hindernis sollte ich gut kennen lernen :)

Zum 2. Trainingslauf war das Gas/Brems-Servo getauscht. Alles lief wieder wie gewohnt und ich konnte endlich auf meinem Buggy fahren. Nun hatte ich auch wieder Bremse und Lenkung, man fühlt sich halt auf seinem Auto meistens am wohlsten. Am Samstag gab es dann noch zwei Vorläufe, die relativ zeitgleich waren. Aber keiner war fehlerfrei. So ging der erste Tag, bei immer besser werdendem Wetter, zu Ende.

Feierabend.

Am Sonntag stand dann noch ein Vorlauf und die Finale an. Ich habe Samstag Abend nichts mehr am Auto gemacht - ein Fehler. Kurz vor meinem 3. Vorlauf stellte ich fest, das ich einen Dämpfer an o.g.

Gitter zerstört hatte. Keine Zeit mehr zum Reparieren, so mussten die Dämpfer von Katja dran glauben. Und wieder Danke!! Mit Katjas Dämpfern, weicheren Stabis und neuen Reifen ging es dann an den dritten Vorlauf. Es sollte mein bester werden, am Ende war ich 18.

Mein Plan ist nicht aufgegangen, aber für so wenig Training auf einer völlig neuen Strecke war ich zufrieden. So ging es dann im 1/4 Finale B von Startplatz 1 aus los. In der Vorbereitungszeit merkte ich schon, das das Auto nicht so gut ging wie im 3. Vorlauf. Ich hatte die Stabis wieder härter gemacht, keine gute Idee :( Vom Start ging es dann um die Ecke, ich war wohl zu schnell und prompt landete ich an einem Brett. Von da aus ging es nicht weiter und ich musste auf den Helfer warten, ich wurde durchgereicht. Wie dumm...

Dann das nächste Problem, in den Vorläufen immer von Platz 8 gestartet, also auf dem Fahrerstand ziemlich weit links. Nun von Platz

1 ganz rechts auf dem Fahrerstand. In Mönchengladbach ist mir das fast egal von wo aus ich fahre, aber hier in Ober-Mörlen war das was ganz anderes. Die Winkel zum großen Sprung stimmten nicht, so das ich bestimmt 5-6 Runden brauchte um mich dran zu gewöhnen. Dazu sammelte ich Fehler um Fehler :( Irgendwann passte es, doch ich war weit weg von einem Aufstiegsplatz. Norbert gab dann das Startsignal für die Aufholjagd, ich puschte, griff die Position 5 an (wieso wollte ich Depp den eigentlich außen überholen?), es kam so wie es fast immer ausgeht. Das innen fahrende Fahrzeug berührte meinen Buggy und ich lag auf dem Dach. Tja, soviel Dummheit muss bestraft werden. Am Ende fehlten mir 17 Sekunden. Da wäre mehr drin gewesen. Bei der Reinigung des Fahrzeiges ist mir dann noch aufgefallen, das der neue Dämpfer aufgegangen war und leer war. Naja, dafür war ich gar nicht schlecht unterwegs LOL Danke an Katja, Norbert und SMI für den Support! Mein Xray XB8 geht richtig gut, so langsam gewöhne ich mich dran.

Als ich dann auf meinen letzten Streckenposten Einsatz wartete, kam es am Rande der Strecke zu einem medizinischen Notfall. Das Rennen wurde daraufhin unterbrochen, man sorgte für eine freie Zufahrt für den RTW.

Der Einsatz der Sanitäter und Notärzte sollte sehr lange dauern. Nach dem Abtransport des Patienten ins Krankenhaus, gab die Rennleitung nach Absprache mit den Sportkommisaren den Abbruch des Rennens bekannt. Ich kann diese Entscheidung sehr gut verstehen und stehe voll dahinter. Keiner der Fahrer, mit denen ich gesprochen hatte, hatte noch Interesse daran das Rennen fortzuführen.

Fazit:

Eine sehr schöne Strecke, schöne Anlage, gute Orga, ein Verein der viel Energie reingesteckt hat. Schade das die Rennveranstaltung so zu Ende gegangen ist. Aber so ist uns allen mal wieder bewusst geworden:

Das ist nur ein Hobby, es gibt vieles im Leben was viel wichtiger ist, als mit einem Buggy im Kreis zu fahren!


Der Rennbericht wurde uns freundlicher Weise von Herrn Frank Mankel (Autor) von Buggy-Sport.eu zur Verfügung gestellt.

Der Text, die Bilder im Bericht unterliegen dem Copyright von Herrn Frank Mankel (buggy-sport.eu) und wurde mit Erlaubnis der Rechteinhabers veröffentlicht.
Jede Vervielfältigung der Inhalte ist ohne schriftliche Genehmigung von Herrn Frank Mankel ausdrücklich untersagt.

 


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Veröffentlicht
08:42:00 30.06.2015